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Düssledorfer Tabelle 1.8.2015

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Schadensersatz für unberechtigt abgebrochene eBay-Auktion

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UNFALLSCHADEN – Was nun ?

 

Welche Rechte hat der geschädigte Autofahrer nach einem unverschuldetem Verkehrsunfall?


Die Fachanwaltskanzlei Ehlgen & Schmidt-Ehlgen informiert:

Dem Geschädigten steht es grundsätzlich frei, einen Rechtsanwalt seines Vertrauens mit der Regulierung seines Schadens gegenüber dem Unfallgegner und dessen Haftpflichtversicherung zu beauftragen. Die Kosten des Rechtsanwaltes sind als Bestandteil des Schadens von der Gegenseite zu tragen.
 

Übrigens: Wird Ihnen von Ihrer Rechtsschutzversicherung eine andere Kanzlei als die Ihres Vertrauens genannt, so müssen Sie diese nicht beauftragen. Vielmehr können Sie den " Anwalt Ihres Vertrauens " selbst auswählen.

Wenn Ihnen die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners ein unkompliziertes „modernes Schadensmanagement" und „Unfallpartnerschaft" verspricht, sollten Sie  immer bedenken:

Die Versicherung des Schädigers steht auf der anderen Seite !
Es geht um das Geld der Versicherung, das diese sparen will !
Wer gibt schon gerne das eigene Geld für andere aus !

Nur der von Ihnen beauftragte Rechtsanwalt Ihres Vertrauens nimmt unabhängig, kompetent und erfahren Ihre Interessen auch tatsächlich wahr!

Dem Geschädigten steht es auch grundsätzlich frei, einen Sachverständigen seiner Wahl zur Beweissicherung und Feststellung von Schadenumfang und Schadenhöhe einzuschalten.

Das gilt selbst dann, wenn die Versicherung ohne Zustimmung des Geschädigten bereits einen Sachverständigen bestellt hat oder schickt. Die Kosten für den Sachverständigen sind erstattungspflichtig. Eine Ausnahme besteht lediglich bei sogenannten Bagatellschäden, wenn die Kosten in einem krassen Missverhältnis zum Fahrzeugschaden stehen (etwa bis 1000 €).

Nur die vollständige Beweissicherung über Schadenumfang und Schadenhöhe gewährleistet, dass dem Geschädigten die ihm zustehenden Schadenersatzansprüche in vollem Umfang erstattet werden.

Die Höhe eines eventuellen Wertminderungsanspruches kann in der Regel erst durch ein Gutachten belegt werden. Ohne unabhängigen Kfz-Sachverständigen verzichten Autofahrer häufig auf Wertminderungsersatz bis zu mehreren tausend Euro.


Die Beweissicherung über Schadenart und Umfang wird in vielen Fällen auch dann benötigt, wenn es Streit um den Schadenhergang oder Ärger über die Reparaturdurchführung gibt.

Selbstverständlich darf der Geschädigte grundsätzlich auch die Fachwerkstätte seines Vertrauens auswählen, soweit die Entfernung vom Unfallort nicht in einem Missverhältnis steht (Transport- bzw. Abschleppkosten!). Kein Geschädigter muss sich vom Schädiger oder seiner Versicherung auf eine Billigwerkstätte oder gar auf den Einbau von nicht originalen Ersatzteilen oder Gebrauchtteilen verweisen lassen.

Dem Geschädigten steht es frei, sich die Reparaturkosten vom Unfallgegner auf der Basis eines von ihm vorgelegten Schadensgutachtens erstatten zu lassen (fiktive Abrechnung). Selbst wenn der Geschädigte eine Reparatur in einer Fachwerkstätte ausführt, ist er nicht verpflichtet, zur Abrechnung des Unfallschadens die Reparaturkostenrechnung vorzulegen.

Die im Sachverständigengutachten/Kostenvoranschlag ausgewiesene Mehrwertsteuer wird von der Versicherung nur dann bezahlt, wenn sie auch tatsächlich angefallen ist, d.h. wenn die Reparatur in einer Werkstatt auch wirklich stattgefunden hat.

Wenn nach einem Unfall der Schaden nicht in einer Werkstatt repariert wird oder kein neues Fahrzeug bei einem Händler gekauft wird, fällt logischerweise auch keine Mehrwertsteuer an.

Bei einer teilweisen Instandsetzung des Fahrzeuges erhält man auch nur den Betrag an Mehrwertsteuer erstattet, der in der niedrigeren Reparaturrechnung enthalten ist.

Bei Eigenreparatur kann allenfalls die Mehrwertsteuer erstattet werden, die beim Kauf der Ersatzteile angefallen ist.

Bei einem Neukauf eines Fahrzeuges kann die komplette, im Gutachten für die Reparatur ausgewiesene Mehrwertsteuer gefordert werden, obwohl keine Reparatur stattgefunden hat, sofern die Mehrwertsteuer für das Neufahrzeug in gleicher Höhe oder darüber liegt.

Bei einem Gebrauchtwagen vom Händler fällt für diesen Kauf nur die Mehrwertsteuer in Höhe des Händlergewinnes an. Bei einem Gebrauchtwagenkauf von Privat, erhält man die Reparaturkosten oder den Wiederbeschaffungswert nur netto, weil man beim Privatwagenkauf ebenfalls keine Mehrwertsteuer bezahlt.

Durch ein Gutachten kann die unfallbedingte Ausfallzeit des Fahrzeuges festgestellt werden, sodass Ersatzansprüche bezüglich Mietwagen oder Nutzungsausfallsentschädigung belegt werden können.

Privatpersonen können Nutzungsausfall nach Tagessätzen gemäß der Liste  Sanden / Danner geltend machen.

Statt Nutzungsausfall kann der Geschädigte auch einen Mietwagen wählen. Hier sollten Sie Preisvergleiche vornehmen, da bei Anmietung zu überhöhten Preisendie Mietwagenkosten nicht immer von der Versicherung zu übernehmen sind.

Der Versicherer kann grundsätzlich auch einen Abzug für sogenannte ersparte Eigenkosten vornehmen.Dieser Abzug entfällt in der Regel, wenn ein Fahrzeug, welches eine Gruppe niedriger als das eigene eingestuft ist, angemietet wird.

Auch der Schaden an Gepäck, Kleidungsstücken oder Transportgut ist erstattungsfähig.

Die mit der Regulierung verbundenen Telefon-, Porto- und/oder Fotokopierkosten sind pauschal bis zu einer Höhe von 20,00 bis 25,00 € zu ersetzen.

Zeitversäminis oder Zeitaufwand werden nach deutschem Recht leider nicht erstattet.

Der Unfallschädiger schuldet bei Körperschäden Schmerzensgeld und sonstigen Sachschaden wie Verdienstausfall etc.


Ein Schmerzensgeldanspruch ist seit Neuestem auch dann gegeben, wenn der Schädiger den Unfall nicht verschuldet hat (ein konkretes Fehlverhalten also nicht nachweisbar ist), wenn z.B. ein Reifen auf Grund eines Materialfehlers geplatzt ist.

Bei unfallbedingtem Ausfall von Hausfrauen/Hausmännern im Haushalt kann auch ohne Einstellung einer Ersatzkraft dieser Schaden unter dem Gesichtspunkt der fiktiven Haushaltskosten verlangt werden.

Wer einen Verkehrsunfall selbst verschuldet und eine Vollkaskoversicherung hat, kann dort seinen Fahrzeugschaden unter Abzug seiner Selbstbeteiligung geltend machen.

Bei Gefahr eigener Mithaftung kann es sinnvoll sein, die Ansprüche unter Einbeziehung der gegnerischen Versicherung und des Vollkaskoversicherers abzuwickeln.

Man kann so nach dem sogenannten „Quotenvorrecht" den vollen Sachschaden ohne Abzug der Selbstbeteiligung und ohne Berücksichtigung einer Haftungsquote durchsetzen. Hierunter fallen neben dem reinen Fahrzeugschaden auch die merkantile Wertminderung, die Sachverständigenkosten und die Abschleppkosten.

Nur bei den Positionen Nutzungsausfall, Mietwagenkosten, Unkostenpauschale, Schmerzensgeld und Rückstufungsschaden wird die Haftungsquote berücksichtigt.

Es ist dringend davon abzuraten, vorgelegte Abtretungserklärungen ohne Rücksprache mit einem Anwalt zu unterschreiben.

Es kann ebenfalls nur abgeraten werden, die eigene Haftpflichtversicherung oder den Versicherungsagenten damit zu betrauen, den Schaden mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu regulieren.

Weiterhin ist höchste Vorsicht geboten, wenn die gegnerische Haftpflichtversicherung sich unverzüglich an den Geschädigten wendet und diesem verdeutlichen will, dass sie unter Ausschluss eines Rechtsanwaltes und Sachverständigen in "seinem Interesse" den Schaden schnell regulieren wolle.
Dies wird von den Versicherungen gerne mit „modernem Schadensmanagement der Versicherungen" beschrieben und den Geschädigten als moderne Lösung zur schnellen Abwicklung seiner Schäden „verkauft".

 

Unsere Erfahrung ist, dass diese Art der Schadensabwicklung in der Regel zum Nachteil der Geschädigten erfolgt.

Die gegnerische Versicherung, die hierzu auch nicht berufen ist, klärt den Geschädigten natürlich nicht darüber auf, welche Ansprüche ihm insgesamt wirklich zustehen. Sie versucht durch scheinbaren, „unkomplizierten" Service, den Geschädigten dazu zu bringen, auf die Inanspruchnahme kompetenter Hilfe durch eine freien Sachverständigen und einen Rechtsanwalt zu verzichten. Dies führt nicht selten dazu, dass der Geschädigte aus Unwissenheit weitergehende Schadenspositionen nicht einfordert.

Wer seinen Gegner mit der Regulierung des eigenen Schadens betraut, macht damit den berühmtem „Bock zum Gärtner".

Es ist wesentliches Aufgabengebiet der Rechtsanwälte, für den Mandanten die Unfallschadensregulierung sowohl bei unverschuldeten, als auch bei Unfällen, bei denen der Mandant ein Mitverschulden zu tragen hat und/oder mithaftet, zu erledigen. In solchen Fällen trägt regelmäßig eine Verkehrsrechtsschutzversicherung die nicht durch die Gegenseite zu erstattenden Kosten. Dies gilt natürlich auch für den Fall, dass gegen den Mandanten ein Bußgeld- oder gar ein Strafverfahren wegen des Unfalls eingeleitet wird.


Haben Sie noch Fragen? Dann rufen Sie uns an und sprechen mit uns! Wir kümmern uns um Ihr Problem !